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AirPlay ist eine Technologie, die ursprünglich von Apple entwickelt und 2004 unter dem Namen “AirTunes” eingeführt wurde. Zunächst diente AirTunes ausschliesslich zum drahtlosen Streaming von Audioinhalten von iTunes zu einem AirPort Express. 2010 wurde die Technologie unter dem Namen “AirPlay” neu eingeführt und um Video- und Bildübertragung erweitert.
AirPlay 2, die Weiterentwicklung von AirPlay, wurde 2017 auf der Apple Worldwide Developers Conference (WWDC) angekündigt und 2018 offiziell eingeführt. Im Vergleich zum Vorgänger bietet AirPlay 2 wesentliche Verbesserungen, insbesondere in Bezug auf Multiroom-Audio. Seither hat sich die Technologie durch die Integration in eine Vielzahl von Apple- und Drittanbietergeräten weiterentwickelt und sich als ein Standard für hochwertiges Musikstreaming etabliert.
Quellgeräte, die AirPlay 2 senden können
- iPhone (ab iPhone 5s mit iOS 11.4 und höher)
- iPad (ab iPad Air mit iPadOS 11.4 und höher)
- Mac (mit macOS Mojave oder neuer)
- Apple TV (ab Apple TV 4. Generation)
- Apple Watch (mit watchOS 4.3 und neuer)
- iPod Touch (ab iPod Touch 6. Generation)
Darüber hinaus können auch Apps von Drittanbietern, die auf diesen Geräten installiert sind, AirPlay 2 nutzen, um Inhalte zu streamen.
Endgeräte, die AirPlay 2 empfangen können
Der Empfang von AirPlay 2 ist nicht nur auf Apple-eigene Geräte beschränkt, sondern wird auch von einer Vielzahl von Drittanbietergeräten unterstützt. Zu den empfangenden Endgeräten zählen:
- Apple HomePod und HomePod mini
- Apple TV (4. Generation und neuer)
- Lautsprecher von Drittanbietern wie Sonos, Bose, Bang & Olufsen, und viele andere, die AirPlay 2 unterstützen
- Smart TVs von Herstellern wie Samsung, LG, Sony und Vizio
- Audio-Receiver und Soundbars von Marken wie Denon, Marantz, und Yamaha
Eine nicht abschliessende Liste von Empfangsgeräten die AirPlay 2 kompatibel sind findet man auf der offiziellen Apple-Website https://www.apple.com/de/home-app/accessories/#section-speakers
Eigenschaften von AirPlay 2 in Bezug auf die Musikqualität
AirPlay 2 bietet im Bereich Musikstreaming eine herausragende Audioqualität. Die Technologie überträgt Audio unkomprimiert, was zu einem klaren und detailreichen Klang führt. Die höchste von AirPlay 2 unterstützte Auflösung für Audio beträgt 16-Bit bei 44,1 kHz, was dem Standard einer CD-Qualität entspricht.
Wichtig zu beachten ist, dass AirPlay 2 auch in der Lage ist, 24-Bit-Audio zu übertragen, jedoch erfolgt eine automatische Herunterskalierung auf 16-Bit/44,1 kHz bei der Übertragung, da dies das native Format von AirPlay 2 ist.
Im Multiroom-Modus, der eine der wichtigsten Neuerungen von AirPlay 2 ist, bleibt die Audioqualität konsistent, während die Synchronisation zwischen verschiedenen Lautsprechern präzise aufrechterhalten wird. Dies ermöglicht ein nahtloses Hörerlebnis in mehreren Räumen.
Welche Vorteile hat AirPlay 2?
- Multiroom-Audio: Nahtlose Wiedergabe in mehreren Räumen gleichzeitig, perfekt synchronisiert.
- Hochwertige Audioübertragung: Unkomprimierte Übertragung von Audio in CD-Qualität.
- Benutzerfreundlichkeit: Einfache Integration in das Apple-Ökosystem und intuitive Bedienung.
- Vielfältige Kompatibilität: Unterstützt eine breite Palette von Geräten, sowohl von Apple als auch von Drittanbietern.
- Stabile Verbindung: Streaming über Wi-Fi gewährleistet eine stabilere Verbindung und Reichweite als Bluetooth.
- Erweiterte Steuerung: Steuerung über Siri oder direkt über das Kontrollzentrum auf Apple-Geräten.
Welche Nachteile hat AirPlay 2?
- Begrenzte Audioauflösung: Keine Unterstützung für hochauflösendes Audio über 16-Bit/44,1 kHz.
- Apple-zentriert: Funktioniert am besten im Apple-Ökosystem, begrenzte Unterstützung auf Nicht-Apple-Geräten.
- Abhängigkeit von Wi-Fi: Funktioniert nicht ohne ein stabiles WLAN-Netzwerk.
- Verzögerung bei der Wiedergabe: Kann eine geringe Latenz aufweisen, was sich bei Videos oder Spielen bemerkbar macht.
Welche Alternativen gibt es zu AirPlay 2?
- Bluetooth: Universelle Kompatibilität, jedoch mit verlustbehafteter Audioübertragung und kürzerer Reichweite.
- Google Cast: Unterstützt ebenfalls Multiroom-Audio und hochauflösendes Streaming, funktioniert auf Android-Geräten, da es eine Technologie von Google (Alphabet) ist.
- Spotify & Tidal Connect: Direkte Verbindung von Spotify zu unterstützten Lautsprechern, unabhängig vom Smartphone.
- DLNA (Digital Living Network Alliance): Netzwerkbasierte Streaminglösung mit breiter Geräteunterstützung, jedoch komplizierter in der Einrichtung.
Mögliche Weiterentwicklungen von AirPlay 2
- Unterstützung für hochauflösendes Audio: Integration von 24-Bit/96 kHz oder höher für anspruchsvolle Audiophile.
- Erweiterte Kompatibilität: Bessere Integration mit Nicht-Apple-Geräten und Plattformen.
- Verbesserte Latenz: Reduzierung der Verzögerung bei der Audio- und Videoübertragung für ein nahtloses Erlebnis.
- Erweiterte Steuerungsoptionen: Integration von weiterführenden Steuerungsfunktionen für Drittanbieter-Apps und Smart-Home-Geräte.
- Offene API: Ermöglichung von Drittentwicklern, eigene Lösungen und Erweiterungen für AirPlay 2 zu entwickeln.
Was ich dazu meine…
Einfach AirPlay am iPhone, iPad oder Mac aktivieren und den gewünschten Empfänger auswählen und schon ertönt die Musik von dort. Die Einbettung in die Apple-Welt sucht seinesgleichen. Dem AirPlay 2 Nutzer werden viele der oben genannten (technischen) Limitierungen egal sein und das ist auch richtig so! AirPlay überzeugt dank dem Bedienkomfort und der breiten Unterstützung bei Endgeräten.
Wer an hochaufgelöster Musikwiedergabe interessiert ist, der lässt aber die Finger von AirPlay. Ebenso ist es aufgrund der Latenz nicht geeignet für den Einsatz bei Videospielen.